Selbstverständlich kann der Kapitalismus beendet werden:
Alles Menschgemachte kann auch wieder von Menschen
beendet werden – nur meist nicht von den selben.

Das Manifest erklärt, was hier zu anderen gesagt ist.
   
  
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Helmut Wesp
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Herkunft Nichts

Ich bin Arzt geworden. Mein Glück dazu war das Ende der Naziherrschaft. Ich wäre da auch Arzt geworden, weil es meine Möglichkeit ist, aber erfolglos. Getreu meinen Erzeugern ist für Führer Volk und Vaterland lebensunwertes Leben zu erkennen und ans KZ auszuliefern. Vielleicht hätte ich es versucht, jedoch nur erfolgreich und ohne vielleicht mein eigenes Leben als solches erkannt und beendet, weil in mir »vielleicht« bei sowas keine Möglichkeit ist.

Mein Pech hatte den selben Grund, das Ende des Nazistaats vor meiner Geburt. Nach der Kapitulation wurden die noch als Hitler-Jungen und BDM-Mädchen für den Endsieg gezeugten und nun nutzlos überflüssigen Kinder geboren. Es gab keinen Führer mehr, alle waren "schon immer" überzeugte Demokraten und die West-Siegermächte stellten den Nazi-Größen die "Persil-Scheine" aus, dass sie das tatsächlich auch sind, damit die Wirtschaft wieder brummt und das beiderseitige Geldverdienen. Moral hatten und haben sie ebenso wenig wie die Nazis. Wie denn auch, im Oben mit dem höheren Lebensrecht und Möglichkeiten über dem Unten, dem niederen Volk, sind sich alle Nazis einig.

1945 nutzlos geboren
1964 Studium Elektrotechnik, Biologie, Chemie, Medizin
in Berlin, Wien, Haifa, Tübingen
1972 Abschluss Medizin,
Dr. med., Frauenarzt,
Facharzt Psychotherapie und Psychosomat. Medizin
1980 Ausbildung in Psychoanalytisch Orien­tier­ter Tiefenpsychologie, qualifiziert und nutzlos
1990 Selbstständig in Psychotherapie-Praxis
  • Spezialisiert für
    »An den Eltern erkrankt«
    Diagnose FE, Falsche Eltern

Nazi-Eltern mit überflüssigen Kindern gibt es immer, das braucht keine Hilfestellung durch eine Nazidiktatur: Bloß weil ficken so geil ist, muss sich daraus ja nicht gleich ein Kind breit machen. Damals, nach der Hitlerpleite, wurden die überflüssigen Kinder die Juden, die man nun öffentlich nicht mehr endlösen durfte, nur privat, in dem, was bis heute als Familie geheuchelt wird. Die Herrenrasse hat ein Recht auf Untermenschen, das ist nie zu Ende, und an irgendwas musste das weitermachen, das Herrenrecht, verdreifacht durch den mühsam unterdrückten Hass auf die Siegermächte, die Mörder der Heilsgestalt Führer. Und eines haben selbst die armseligst ausgestatteten Eltern zu ihrer freien Verfügung unter sich, "ihre" Kinder. Du wirst geboren, machst die Augen auf, und was du siehst ist Gott. Ich war verfügbar. Wir sind viele.

Die überflüssigen Kinder
Wir sind viele

Vergessen ist Sicherheit. Eigenes Vergessen ist in der Familie, in die ich hineingeboren wurde, nicht nötig, ich blieb nur Beobachter, kein Teilnehmer. Das Vergessen der Anderen schützt vor dem Falsch ihrer Vorurteile. Urteile zu mir konnte es nicht geben, da niemand etwas von mir wusste. Mit mir sprach man nicht. Und weil ich mich daran hielt, niemals von mir aus den Führer und seine Stellvertreter ansprach, galt ich als schwachsinnig. Musste man sich dennoch mit mir befassen, das kam nur drei mal vor, dann hatten sie passend zu dieser Belästigung ihre fertigen Vorurteile. Ins Familien-KZ verbannt, Endlösung Vergessen, war und bin ich die Mülldeponie aller Urteile, die ihre Selbstgerechtigkeit bei sich selbst als kann-nicht-sein los werden will.

Mülldeponie der Vorurteile

Dass ich unsichtbar im Keller und unterm Dach mit Märklin gebaut hatte, wusste immerhin zwei Mal im Jahr die Frau im Führerhaus wegen der Pflicht-Geschenke an Geburtstag und Weihnachten. Weil er also was mit elektrischer Eisenbahn und Technik-Baukasten gemacht hatte, ließ man dem Ratlosen Elektrotechnik als Studium anraten. Das war eines der drei Mal Befassen mit mir, als ich mit der Schule fertig war, naja, fast richtig selbst befassen, um es auch gleich wieder zu vergessen, nachdem ihnen das mich Loswerden durch Studium vorgesagt worden war, weit genug weg, eine ganze BRD plus DDR weit weg. Dass ich mal zur Schule ging, hatten sie kurz mal gewusst, als die Schulpflicht sie genötigt hatte, mir den Schulweg aus der kindergartenlosen Käfigaufbewahrung heraus zeigen zu lassen, hatten es aber so wie längst Gesetz wieder vergessen. Vergessen, rein logisch müsste etwas zuerst mal bewusst gewesen sein.

Entsorgung

Vergessen sein als Schutz funktioniert aber nur, wenn es beiderseitig absolut ist, also jede Kenntnis von mir außer der rein körperlichen Wahrnehmung ausschließt. Passt, ich bin absolut, und ebenso ist es ihr Ausblenden meiner Existenz. Später, in einer seiner Alters-Anwandlungen als Stammvater mit Führerglanzpomade, ließ der Führer mal zu mir verlauten, er habe immer an mir geschätzt, wie gut ich so ganz alleine selbst zurecht gekommen sei. Wohl wahr, nur das „geschätzt“ ist die vertraute Willkür: Lügen, so selbstverständlich wie die Schnecke beim Marschieren ihren Schleim absondert.

Schneckenschleim

Ich bin nicht ganz dicht. Das stimmt, nur eben nicht so wie es die Redewendung für Dachschaden meint. Die Grenze zwischen Bewusstsein und dem Unbewussten ist nicht ganz dicht. Mein Denken ist dadurch exakt so wie das Unterbewusstsein arbeitet, in absolutem Ja oder Nein, in eindeutig klaren Bildern, in schlüssigen Systemen, Abläufen, Zuordnungen. Ich kann das als Einfälle direkt sehen und mit den zugehörigen Gefühlen wahrnehmen. Kompromisse sind schwierig. Das Unterbewusstsein weiß, was das ist, hält aber nichts davon, kann sie nur ausnahmsweise für das wehleidige Bewusstsein gesttatten. Aber je mehr etwas direkt mit dem Leben zu tun hat, desto mehr sind sie mir absolut ausgeschlossen unmöglich. Der Sinn für Gerechtigkeit, das Gewissen ist damit auch absolut – gut für alle, aber Pleite bei Kompromissfähigkeit.

Nicht ganz dicht

Gut, außer mir und Meinesgleichen muss das niemand so klar wissen. Wir allerdings müssen es klar haben, sonst hält man sich für falsch, für behindert, für Dachschaden. Ist es aber klar, ist gerade die Halbdurchlässigkeit die perfekte Eignung, auch bei anderen Menschen weit deutlicher als bei sich selbst fließend klar zu sehen, was gerade in ihrem Unterbewusstsein geschieht und wo und wann und was die Ursache ist, alles, bis in den tiefsten Keller hinab bis auf den blanken Boden der Existenz, dort, von wo aus tatsächlich das Leben bestimmt wird, welche der angeborenen Möglichkeiten verwirklicht werden und welche nicht. Es liegt auf der Hand, wozu dieses direkte Sehen gut sein kann, wenn – wenn klar ist, dass es kein Dachschaden ist.

Aut und Gut

Nicht ganz dicht – die Kluft zwischen Vorurteil Dachschaden und Wahrheit bringt es auf den Punkt, was ich mit meiner Stammfamilie gemeinsam habe, nichts. Daran hätte mir das Herz brechen müssen. Ich hätte den Auftrag des Führers erfüllt, die nutzlos überflüssige Geburt, den „Nixnutz“, den Ersatzjuden durch was Tragisches zu entsorgen, Krankheit oder Unfall, notfalls auch durch Suizid, der wie bei Kindern üblich als Unfall geschönt wird, sodass kein Schatten aufs Ansehen des Führers fällt. Wenn die Unzahl der überflüssigen Kinder ihre sogenannte Kindheit überlebt, dann nur, weil man als Eltern Scheiße vor den Leuten dasteht, wenn einem das Kind unnötig verreckt ist, und direkt abmurksen darf man's ja auch nicht.

Vorurteil und Wahrheit

Kein Kind, das je geliebt wurde, in Liebe gesehen, wird jemals selbst sein Leben aufgeben. Häufigste Todesursache bei Kindern ist aber der Suizid. Das sind die Überflüssigen, denen es gelungen ist, still zu ihrem Tod zu gehen, ihrem Freund und Begleiter seit Geburt, der Einzige, der sie nie belogen hat. Sein, „sagst du Ja, ist es für immer“, ist reine Aufrichtigkeit und Sterben der kostbar einzige Augenblick reiner Wahrheit, der alle Sehnsucht erfüllt, nicht mehr belogen werden, nicht mehr lügen müssen. Sehnsucht ist die Erinnerung an das vorbestimmte Leben, das es so nie gab – den Auftrag der Natur zu erfüllen, Picasso, „werde, der du bist.“

Der kostbar einzige Augenblick

Wer ein Herz hat, hat auch Treue. Meine ist Loyalität und, in diese Familie geboren, der Kadavergehorsam, der schon vorab sein Leben abgeschrieben hat, also weder für noch gegen jemand sterben kann, einfach nur sorglos entsorgt mit einem letzten Dienst an Führers Ansehen: Der schneeweiße Kindersarg und die herzzerreißende Trauer der Eltern ob des tragischen Verlustes, wobei das einzig anwesende Herz zerrissen im Sarg liegt. Diesen Dienst konnte ich nicht erweisen. Ich habe nicht nichts mit der Familie gemeinsam, es ist absolut nichts. Bist du absolut, ist das absolut anders. Du stirbst nicht, weder für noch wegen deiner Eltern, es ist einfach nicht möglich. Du wirst nur krank, das aber ebenfalls absolut – bedingungslos und für immer. In der klaren Sprache der Alten Medizin ist krank, »Einer natürlichen Fähigkeit benommen und daran leidend«, das gebrochene Bein, der Verlust des Gehens und daran leidend. Es war nicht das Bein und es konnte nicht brechen, weil es absolut null Gemeinsamkeit mit der Führerfamilie gibt, null Verbindung, null Berührung.

Kadavergehorsam

Ich bin eines der »aus dem Nichts geborenen Kinder«, das abartige Ergebnis des Zufalls der Genkombination – ab der Art beider Erzeuger und aller Geschwister, das Waisenkind in der eigenen Familie. Auch wir sind viele. Und das "eigene", das sagt man so bei Familie. Wir sind aber nicht man. Wir müssen selbst herausfinden, was Mensch ist, und möglich, dass wir das auch sind. Ganz richtig dazu gehören werden wir nie. »Die Menschen sind verschieden«, daran kauen wir ein Leben lang und werden es nie verdaut haben, weil die Menschen unglaublich verschieden sind – "unglaublich", nicht glauben, nicht wissen, weil es jede Illusion von Zugehörigkeit zerstört. Und manchmal müssen wir uns was vormachen, wenn wir andere sehen, richtig Familie, um den würgenden Kloß im Hals loszuwerden – wenn du einmal anfängst zu heulen, kannst du nicht mehr aufhörn. Wir lernen, wir üben es, Worte wie "Familie" und "Heimat" rein sachlich zu verwenden, und ein Hundsfott, wer die schlimme Wahrheit ausspricht, das verräterische Wort "Willkommen": Wo du bei deiner Geburt willkommen bist.

Zufall Genlotterie

Nicht ganz dicht ist der Schlüssel zu mir und zum Führerhaus. Das Vorurteil schwachsinnig hat mit der Wahrheit so viel zu tun wie Aspik mit Pik As. Der Willkür ist sowas einerlei, stimmt buchstabengetreu überein, wozu hinsehen, solang das Vorurteil gilt. Ich galt als schwachsinnig, IQ Schuhkarton leer. Ich war tatsächlich leer, nur ganz anders, eben absolut, der Sternenbeobachter, der nur aus Beobachtung lernt, und je mehr er lernt, sich selbst so unendlich leer begreift wie den Weltraum, den er beobachtet. So eine für andere abstrakte Sache wie Unendlichkeit kann ich begreifen, weil sie absolut ist, kann sie sehen, spüren und fühlen, von allem Fehl und Glauben bereinigt, absolut als das, was es ist, und mit den Worten dafür, so einfach wie die Sache selbst.

Beobachter Unendlichkeit

Eine scheinbare Unendlichkeit ist Ewigkeit: Wenn zu einem Geschehen Anfang und oder Ende nicht gewusst werden können, entsteht der Eindruck »ewig«. Wo aber der Verstand etwas nicht erkennen kann, neigt er zum Mystifizieren, zu Aberglauben und ganzen Religionen. So auch zum eigenen Leben, dessen erste Zeit wir nicht bewusst erinnern können, und dessen natürliches Ende so leicht das Opfer der Überheblichkeit "unsterbliche Seele" werden kann.

Ewigkeit klar

Eigentlich ist die Grundformel zu »ewig« klar und dem gesunden Menschenverstand nichts Besonderes, Anfang und Ende bleiben rätselhaft. Aber bei den Ahnungslosen ist Ewigkeit das Paradies der Willkürer, ihnen per Glauben die bizarrsten Behauptungen zur Ewigkeit hineinzunötigen, Himmel und Hölle, Glück oder Verdammnis, auf jeden Fall ewig und garantiert weder für noch gegen beweisbar, also Sache des Glaubens, des Muss und Erpressung per Ehrfurcht, um dafür abzukassieren als Stimme aus der Ewigkeit beliebigen Gottes oder Götter, also pur schmarotzend für nichts die Unwissenheit verdummend auszuweiten und auszunutzen – eben das Paradies der Willkür. Meide Ehre, besonders, was Ehre fordert, und absolut, wessen Ehre zum Fürchten ist.

Ewigkeit glauben

Ich habe es auch mit Religion versucht, bis in die Studienzeit hinein das Ritual Sonntags-Kirchgang der Frau des Führers beibehalten, im Versuch, dadurch so etwas wie eine Herkunft zu haben. Umsonst, das konnte nichts werden. Wo bitte in meinem Weltraum und wie bei unausweichlich klärendem Selbstzweifel hätte der Selbstbetrug dauerhaft anwachsen können. Pflanz eine Bohne im freien Weltraum – null die Bohne. Ewigkeit, die frei erfundene Behauptung vom Leben oder Wiedergeburt nach dem Tod, ist eines der deutlichsten Beispiele für die verdummende Manipulation des Glaubens – das Geschäft mit der Angst vorm Tod. Religionen sind die gerissensten Versicherungskonzerne: Das Bemühen aller Versicherungen, das Melkvieh Kunde für dumm zu verkaufen, ist immerhin Allgemeinwissen und ihr Leistungsbetrug ist wenigstens real im Hier und Jetzt nachweisbar. Religionen trösten die Betrogenen mit dem Super-Betrug: Schmarotzen im Jetzt und Leistung dafür im Jenseits, das Gott sei Dank keine Sau kennt – Haftung bei eben diesem Gott einklagbar.

Versicherungskonzern Gott

Die urzeitalte Betrugsmasche aller Religionen, wie egal welcher Glaube erzeugt wird, ist der Schwachsinn mit Methode: Eine Behauptung muss nur derart unglaublich schwachsinnig frei erfunden sein, dass niemand mehr glauben will, dass sie wirklich nur frei erfunden ist, dann wird sie geglaubt. Besonders beliebt ist dabei der Jungfrauenwahn, die Massenhysterie im Wettstreit der Weltreligionen, wer's noch schwachsinniger behauptet. Der Superverstärker ist dann noch, dass der Glaube ja schon "ewig" besteht. Damit ist er als "Gewissheit" geheiligt. Gewissheit, das Katzengold des Wissens. Mit dem Glanz des Ewigen, siehe oben »Ewigkeit klar«, ist es so die aus finsterster Vorzeit entstandene und für immer unantastbar finstere Unwissenheit – das Paradies der Willkür, die Fettlebe der Schmarotzer, die Nutzviehdressur.

Schwachsinn mit Methode

Diebe brauchen das Dunkel der Nacht, Betrüger das in den Köpfen. Um auch weiterhin Volk und Völker weltweit abschmarotzen zu können, muss im Kern ein einziger Glaube unantastbar bleiben, der an das Einheitliche Menschenbild, »Ein Herz hat doch ein Jeder«, also auch die Verantwortlichen für die Lebensmöglichkeiten. Glaube, weil jeder längst aus allen Medien weiß, dass die Kluft Reich-Arm unaufhaltsam wächst. Glaube, über alle Einsicht hinweg, dass die Verantwortlichen offensichtlich kein Herz haben, kein Gewissen, Moral, Anstand, null Gemeinschaftssinn, unverkennbar asozial. Dass im krassen Gegensatz zu allem Glauben an den intakten Gemeinschaftssinn in allen Menschen besonders das Geschäft mit dem Tod blüht. Der Zeitgeist nennt das treffend das »Postfaktische Zeitalter« – alle kennen die Fakten, aber geglaubt wird, was Jahrzehntausende Glaube ist, also schon ewig, also Gewissheit.

postfaktische Verlängerung...
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So ist der Stand der Dinge in der Entwicklung der Menschheit nach Jahrzehntausenden, in denen mangels Wissen jeder dahergelaufene Glaube dem Denken vorschreiben konnte, wie Mensch und Welt gesehen zu sein hat. Bis das Wissen der Evolution sämtliche Schöpfungslegenden als pure Glaubensdiktatur enttarnte, mit der die Masse Mensch einem Höheren unterworfen werden konnte, um in dessen Namen sprechen und herrschen zu können. Postfaktisch ist das eigene Denken unverändert auf »politisch korrekt« dressiert und der Eigene Gesunde Menschenverstand als trügerisch entwertet, als ungesund in jedem Fall für jeden, der in der Gesellschaft auf einen grünen Zweig kommen will, ansonsten: Raus damit! Triumph des Glaubens, die Nutzviehdressur ist Glaubensdressur. Und Überheblichkeit, das Finstere Mittelalter sei Vergangenheit:
Es geht gerade postfaktisch in die Verlängerung.

...des Finsteren Mittelalters
Weiter nichts
man

Man hätte es dabei bewenden lassen sollen, ihn nur zu verachten. So wäre er zumindest dadurch zugeordnet gewesen, genug für auch eine Art Zugehörigkeit und doch so für sich, um in Ruhe und ohne Gefahr mit seiner Eigenart vertraut zu werden – ohne Gefahr für sich. Gefahr für die Anderen war nicht vorgesehen, schon bei Ankunft nicht. Geburt nennt es der Instinkt, das Herdengesetz »Bleib in der Herde!« – du wirst geboren, machst die Augen auf, und was du siehst ist Eltern, Familie, deine Herde – also bleib in der Herde und du bist in Sicherheit. Das gilt für alles Leben, auch in seiner Ankunftsherde, nur dass er nicht in eine Gemeinschaft hinein geboren wurde, nicht in Herde, nicht Familie. Eltern, er hatte nie Probleme, sich Gott vorzustellen, das kannte er, das unerreichbar ferne Trugbild – du machst die Augen auf, und was du siehst ist Gott, und du bist Goofys Esel, der ewig hinter der vor der Nase baumelnden Karotte hertrottelt, die er nie erreichen wird und doch nicht lassen kann, den Glauben, dass irgendwann doch... ja? was denn? – hör auf zu denken, glaube.

zugehörig

Das Vertraute, das, was ihn zum Teil der Herde machte, war ihre Verachtung, und die wurde ihm ein schützender Käfig. In seiner Welt kam alles absolut so an, wie es gezeigt, gesprochen, gemeint war. Blieb es normal, ging es also nicht über die vertraut stumme Verachtung hinaus, hatte seine Neugier freien Lauf. Dabei hätte es bleiben sollen, in dieser Familie, und nichts in ihm wäre vorzeitig passiert.

im schützenden Käfig
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Ankunft Nichts

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In Arbeit: Wird weiter überarbeitet und fortgesetzt.